Hinweise zur Implementation in OOP mit DELPHI
Verschiedene Sprachen - verschiedene MöglichkeitenSprachen, die einen objektorientierten Entwurf umzusetzen vermögen,
warten mit unterschiedlichen Konzepten (objektbasiert, klassenbasiert,
objektorientiert) und Möglichkeiten dafür auf. So wird beispielsweise die
Mehrfachvererbung nicht von allen unterstützt. C++ bietet die
Möglichkeit, echte Aggregationen durch Variablensemantik zu realisieren
und einfache Aggregationen mit Zeigersemantik. Java hat kein
spezielles Konzept dafür; Assoziationen und Aggregationen sehen daher
ziemlich gleich aus, was dazu führt, dass zumindest ein namhafter Autor
(Balzert, 1999) in einem neuen Lehrbuch auf die Aggregation völlig
verzichtet. Delphi erlaubt Referenzen im Datenraum der Unit, also auch
außerhalb des Klassenkonstruktes. Im folgenden wird auf spezielle Probleme bei der Implementierung mit DELPHI eingegangen. 1. AttributeDie Attribute eines Objekts müssen natürlich veränderbar sein, denn sie stellen den jeweiligen Zustand eines Objekts dar. TPerson = class (TObject) Die Attribute der Klasse werden i. d. R. als private deklariert. Damit wird erreicht, dass die Attributwerte von außen, also von anderen Objekten, nicht direkt manipuliert werden können. Das dient der Erhöhung der Softwaresicherheit und Qualität. Wünschenswert ist sogar, dass die Attribute gar nicht bekannt bzw. einsehbar wären (Geheimnisprinzip), um jeden verbotenen Zugriff zu verhindern. Der Zugriff auf die Attribute darf daher nur durch die öffentlichen Methoden (public) gestattet sein. Die Methoden schützen damit die Attribute (Datenkapselung). Aus diesem Grunde bilden Attribute und Methoden, d. h. die erlaubten Operationen in einer Klasse, eine Einheit. 2. MethodenJede Klasse verfügt über eine Reihe von Standardmethoden, die immer gleich sind. Sie werden entweder in der Klasse selbst deklariert oder können aus einer Oberklasse geerbt werden. Diese Methoden sind i. d. R. public. Andere, die nur internen Hilfszwecken dienen, werden unter private deklariert.
|
|
© 29. März 2007 Siegfried Spolwig |
|